Unser Haus

Bereits im ältesten Schopflocher Ortsplan von 1828 steht dieses Anwesen in zweiter Reihe, damals beinahe am Ortsende.
1810 war es je zur Hälfte im Besitz von Johann Ludwig Haible und Johannes Spalt.

Haugrundriss

Die Fundamentbalken ruhten auf massiven Ecksteinen und waren unter der Länge des Balkens mit Steinen unterfüttert, die auf dem gewachsenen Boden ohne Mörtelverbindung aufgeschichtet und unter dem Balken verkeilt waren. Unter dem mächtigen eichenen Fundamentbalken in der Mitte des jetzigen Raumes fand sich zwischen den Steinen auch ein Kuhknochen. Bemerkenswert sind die ehemaligen Durchgänge in Scheune und Ern (Hausflur, der schmale Teil an der Nordseite des Raumes) mit ausgeschnittener bzw. ausgetretener Schwelle.

Das Gebäude wurde 1687 erbaut, ist 1795 abgebrannt und wurde 1797 neu errichtet.
Aus dieser Zeit stammt wohl das Fachwerk des ehemaligen Stalles rechts vom Scheuneneingang.
Bei der Renovierung 2010 fanden sich unter dem Boden des Raumes Reste einer gelegten Feldsteinschicht, darunter schwarzes krümeliges Erdreich (Brandreste?), darunter eine weitere Schicht Feldsteine wie ein Bodenbelag gelegt.

Die heutige Scheune mit Stall wurde wohl um 1900 errichtet: mit Belüftungslöchern in der Fassade, Betonschalendecke, Trog und Futterluken, Boden mit Kopfsteinpflaster und Seichrinne. Das Wohnhaus wurde in den 1950er Jahren unter Verwendung alter Gebäudeteile erneuert.
Umfassende Renovierung seit 2008 durch Martin Wünsche und Stefan Lipka.